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Volksbank P-Konto eröffnen – TIPPS!

Das Pfändungsschutzkonto ist ein besonderes Konto, das Schuldnern zur Unterstützung von der Volksbank zur Verfügung gestellt wird. Bei dem Pfändungsschutzkonto, kurz auch P-Konto genannt, handelt es sich um eine besondere Form eines Guthabenkontos. Kontoinhaber, die einen hohen Schuldenberg haben, denen wird bald mit einer Kontopfändung gedroht. Bei einer Kontopfändung wird das gesamte Guthaben, das zu auf dem Konto vorhanden ist und das künftige Guthaben einzogen und zur Begleichung der Schulden verwendet. Bei einem normalen Konto gibt es kein Limit und das gesamte Guthaben wird einbehalten. Bei einem P-Konto ist das anders.

Das P-Konto soll den Kontoinhaber schützen, damit er seine monatlichen Belastungen begleichen und sein Leben bestreiten kann. Dazu gibt es einen Pfändungsfreibetrag. Der Pfändungsfreibetrag ist ein Betrag, der von der Pfändung nicht betroffen ist. Gesetzlich ist festgelegt, dass es sich bei dem Freibetrag um eine Summe von 1.133 Euro handelt. Dieser Freibetrag gilt für Alleinstehende. Je nach Lebenskonstruktion kann der Freibetrag bis auf 2.500 Euro angehoben werden. Das bedeutet, dass das P-Konto bis zu diesem Betrag zur Verfügung des Kontoinhabers genutzt werden kann.

Konto gepfändet – Neues Konto eröffnen – SO GEHTS!

Kann ich ein P Konto bei der Volksbank online eröffnen?

Bestandskunden, aber auch Neukunden haben bei der Volksbank die Möglichkeit ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto (P-Konto) zu beantragen. Die Bestandskunden der Volksbank haben es leichter, ein solches Konto zu bekommen, denn die Volksbank ist gesetzlich verpflichtet Bestandskunden, die im Vorfeld ein Girokonto bei ihnen haben, das P-Konto zu gewährleisten. Allerdings gibt es einige Dinge zu beachten:

  • mehrere P-Konten sind gesetzlich verboten
  • nur ein Einzelkonto kann zum P-Konto werden
  • Grundfreibetrag ist immer pfändungssicher
  • Bestandskunden haben ein Anspruch auf Kontoumwandlung
  • Rückumwandlung ist möglich
Grundsätzlich sei gesagt, dass keine Bank einem Neukunden ein P-Konto anbieten muss. Die Volksbank hat also das Recht ein P-Konto eines Neukunden abzuweisen. Bei einem vorhandenen Girokonto hingegen muss die Volksbank das Konto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln.
Das ist aber nur in einem persönlichen Gespräch zu erfahren. Bei der Volksbank vor Ort können die Mitarbeiter direkt weiterhelfen und mitteilen, für wen sie ein P-Konto anbieten und für wen nicht. Zur Beantragung werden folgende Unterlagen benötigt:

  • ein Reisepass oder der Personalausweis
  • der ausgefüllte und unterschriebene P-Konto Antrag
  • der aktuelle Pfändungsbescheid

Die Volksbank wandelt das bestehende Konto nicht automatisch um. Es muss ein spezieller Antrag ausgefüllt werden, der entweder direkt in der Filiale abgegeben werden kann oder via Post eingereicht wird. Der Antrag kann direkt bei einem Bankmitarbeiter geholt oder im Internet, auf der Webseite der Volksbank ausgedruckt werden. Genaue Angaben über die Bearbeitungszeit können bei der Volksbank nicht getroffen werden. Gerade Neukunden können auf ihr P-Konto schon mal ein bis zwei Wochen warten. Bestandskunden können in der Regel schneller auf ihr umgewandeltes Girokonto zugreifen. Die Mitarbeiter der Volksbank sorgen dafür, dass das P-Konto für Bestandskunden innerhalb von spätestens vier Tagen voll genutzt werden kann.

Der Freibetrag bei der Volksbank liegt bei 1.133,80 Euro und das ist seit dem 01.07.2017 gesetzlich festgelegt. Der Freibetrag gilt für eine Person und kann bei Bedarf angepasst werden. Kindergeld, Halb- oder Waisenrente und Sozialleistungen sorgen dafür, dass der Freibetrag nach oben korrigiert werden kann. Die höchstmögliche Freigrenze liegt bei etwa 2.500 Euro. Allerdings kann der Freibetrag nur erhöht werden, wenn die entsprechenden Unterlagen bei der Volksbank eingereicht werden. Wird der Freibetrag innerhalb eines Monats überschritten, dann kann er mit in den nächsten Monat genommen werden. Zur Berechnung des Freibetrags wird immer das Nettoeinkommen verwendet, das der Kontoinhaber hat.

Nach der Genehmigung beziehungsweise der Umwandlung des Girokontos kann der Kontoinhaber das Konto wie gewohnt nutzen.

Das bedeutet, auch wenn es sich um ein P-Konto bei der Volksbank handelt, können alle gewohnten Leistungen eines Girokontos gefordert werden. Das beginnt bei der monatlichen Überweisung von allen Rechnungen, geht über das Bargeld holen am Automaten und reicht bis zum Zahlen mit der EC-Karte im Geschäft. Wichtig ist, dass das P-Konto wie ein Guthabenkonto funktioniert.

Aktionen mit der Karte können solange durchgeführt werden bis das Guthaben erschöpft ist. Danach stellt sich automatisch eine Sperre ein und die Karte ist nicht mehr nutzbar. Nach Geldeingang prüfen die Mitarbeiter der Volksbank genau, ob das Guthaben zur Verfügung gestellt werden kann. Die Bearbeitung funktioniert in der Regel recht schnell und meist können die Kontoinhaber schon am kommenden Werktag über das Guthaben verfügen. Es kann immer mal zu Verzögerungen kommen, aber diese sind meist kurz und schnell behoben.

Die Volksbank verlangt für das Führen des P-Kontos natürlich Gebühren. Die Verwaltung und die ganzen Prüfungen sind recht aufwendig. Bei Bestandskunden, die ein normales Girokonto zu einem P-Konto umgewandelt haben, hält die Volksbank sich bei den Gebühren generell an die Gebühren des normalen Girokontos. Bei einem Neukunden können die Gebühren für ein P-Konto viel höher ausfallen, da der Aufwand sehr hoch ist. Der monatliche Grundpreis für ein P-Konto liegt bei etwa 3,90 Euro. Dazu kommen Buchungen, die online ausgeführt werden mit etwa 0,19 Euro, Buchungen ohne Beleg mit 0,49 Euro und SB-Buchungen mit 0,39 Euro. Das Geldabholen am Automaten genauso wie Einzahlungen am Schalter sind in der Regel kostenfrei.

Wird das P-Konto nicht mehr benötigt, verwandelt die Volksbank das Konto wieder in ein ganz normales Girokonto. Der Bankmitarbeiter muss alle notwendigen Aktionen in die Wege leiten, wenn die finanziellen Schwierigkeiten überstanden sind. Eine Kündigung des P-Kontos führt dazu, dass das Girokonto ebenfalls gekündigt wird.
Das ist nur dann sinnvoll, wenn ein Girokonto nicht mehr gebraucht wird. Die Kündigung muss immer per Einschreiben an die Hauptzentrale der Bank geschickt werden. Erst, wenn die Kündigung angenommen wurde, kann ein neues P-Konto bei einer anderen Bank eingerichtet werden. So wird Missbrauch verhindert.

Wo am besten das P Konto eröffnen

Volksbank

Die Volksbank bietet die Möglichkeit, dass das P-Konto direkt in der Filiale beantragt werden kann. Dafür befindet sich ein Formular zur Antragsstellung auf der Webseite der Volksbank. Das Formular ganz einfach mit Hilfe des PCs ausgefüllt und anschließend ausgedruckt werden. Beim Termin mit dem Sachbearbeiter der Volksbank ist der unterschriebene Antrag für das P-Konto, ein aktuell gültiges Ausweisdokument und der Pfändungsbescheid mitzubringen. Alle Unterlagen müssen im Original vorgelegt werden. Die Kopien werden direkt in der Filiale gemacht und die Originale bekommt der Kunde wieder mit. Mit einer Unterschrift ist das P-Konto beantragt.

Online P Konto eröffnen

Die Volksbank bieten weder Bestandskunden noch Neukunden die Möglichkeit online ein P-Konto zu eröffnen. Online kann nur das Formular ausgedruckt und ein Termin mit einem Sachbearbeiter in der Filiale angefragt werden. Alle anderen Aktionen sind direkt in der Filiale vor Ort durchzuführen.

Fazit

Die Volksbank ist verpflichtet seinen Bestandskunden die Möglichkeit zu bieten, das vorhandene Girokonto bei finanziellen Schwierigkeiten in ein P-Konto umzuwandeln. Bei Neukunden kann die Volksbank frei entscheiden, ob sie für den Neukunden ein P-Konto eröffnen wollen. Eine Beantragung online ist nicht möglich.
Dazu muss der Kunde in die Filiale und mit einem Mitarbeiter der Volksbank persönlich sprechen und alle notwendigen Unterlagen vorlegen. Die Bearbeitung dauert bis zu vier Tagen bei Bestandskunden und länger bei Neukunden. Sind die finanziellen Schwierigkeiten überstanden kann das P-Konto schnell wieder zu einem normalen Girokonto umgewandelt werden.